Als ich nach Bremen ging, galt mein erstes Post meinen Leuten in der Heimat. Daher widme ich dieses erste Posting euch, meinen ehemaligen Kollegen, in Bremen.Ich bin wieder zuhause! 6 Monate Bremen waren eine Erfahrung, die ich nicht missen will, weil es letzendlich ein learning für mich war. Und dafür sag ich jetzt erstmal “DANKE”!
Danke für den tollen Empfang, den ihr mir damals gemacht habt.
Danke für die Zeit die ihr Euch genommen habt um mir Sachen zu zeigen.
Danke für die Abende im Bumbers, auf m Freimarkt oder wo wir sonst so waren.
Aber alles Gute konnte halt nicht das ausgleichen, was mir gefehlt hat. Es gibt halt auch ein Leben nach der Arbeit und das war bei mir letztendlich extrem trostlos. Ohne soziales Umfeld, getrennt von der Freundin hab ich es nicht geschafft in Bremen “anzukommen”. Ich mein, ich hab´s versucht…echt…ich hab sogar Leute per Internet gesucht um mal was außerhalb zu machen, aber ich bin irgendwie mit der bremerischen Lebensart nicht zurecht gekommen. Und das hat mich doch ziemlich belastet, was dann auch auf meine Arbeit sich ausgewirkt hat.
Tja, und deshalb bin ich wieder hier…zuhause im Rhein-Main Gebiet. Und hier bin ich wieder…in meinem Hometown. Und ich muss sagen: Besser hätte es nicht kommen können. Ich hab super schnell einen Job gefunden, meine Leute waren wieder um mich und meine Freundin seh ich jetzt auch wieder mehr als nur alle 2 Wochen mal für ein paar Stunden.
Für alle die´s noch nicht wissen, ich bin bei OGILVY gelandet. Ich bin jetzt Junior Account Executive (klingt super amerikanisch und letztendlich is das auch nix anderes wie PM bei artundweise. Ok, die Projekte die ich jetzt betreue sind ne Ecke größer als das, was ich in Bremen betreut habe. Alles ist hier XXL und ich war anfangs erstmal geplättet von den Dimensionen. Ihr müsst euch vorstellen hier in Frankfurt arbeiten knapp 450 Leute bei OGILVY. In den PM Meetings sitzen mehr Leute, als bei auw im Monatsmeeting (und das is nur OGILVY One, zu denen ich gehöre). Wir haben ne eigene Kantine wo es täglich 5 verschiedene Gerichte gibt. Auf den Etagen gibt es immer drei verschiedene Sorten Wasser und wir haben einen dieser genialen Kaffee-Automaten der mich morgendlich immer mit meinem Milchkaffee versorgt. Wir haben auch immer frisches Obst in der Küche, damit man sich a weng Vitamine zum Frühstück genehmigen kann.
Was mich aber am meisten beeindruckt hat, ist der Umgang innerhalb der Agentur. Ich hatte echt die Befürchtung, dass bei der Größe es so ner Art annonymer Ameisenhaufen ist, wo jeder in seinem Büro sitzt und gebannt vor seinem Bildschirm sitzt und arbeitet. GAR NICHT! Der Umgangston ist unglaublich professionell aber super locker. Man du-tzt sich, trinkt n Bier in der Happy-Hour und das eigentlich durchgängig. A propos “Happy Hour”…eine wirklich tolle Sache ist die Happy Hour freitags. Da wird in der Kantine ein Buffet aufgebaut und alles is gratis. Dann trifft man sich, um bei einem Bier die Woche abzuschließen, man lernt neue Leute kennen (was bei der Anzahl an Mitarbeitern wirklich keine Kunst ist) oder geniest einfach das die Woche rum ist.
Ich hab mich auch gleich mal für zwei Firmen-Aktivitäten angemeldet:
1. Der Chase-Corporate Challenge (das is der Firmenlauf, der jedes Jahr in Frankfurt mit knapp 50.000 Teilnehmern stattfindet)
2. Der Bauer Agency Cup, das Fußball Turnier nur für Agenturen (Ogilvy verteidigt den Titel der besten Cheerleader dieses Jahr…man darf gespannt sein, was sich die Mädels dieses Jahr ausdenken um den Titel zu verteidigen)
Das scheinen auch zwei Events zu sein, die hier gesetzt sind. Jedenfalls haben sich ne Menge Leute dafür schon angemeldet. Auch sonst bietet man hier den Leuten echt ne Menge sportlicher Aktivitäten (von Sonderkonditionen für s Fitness-Studio bis zum Office-Golf).
Ihr seht von der Seite her kann einem hier bestimmt nicht langweilig werden. Aber all das is auch nix, wenn das Team nicht paßt. Aber auch an der Front kann ich nur Gutes berichten. Ich hab ein Super-Team erwischt. Meine Chefs (Ich hab deren Zweie) sind super! Ich bekomme sehr gutes Feedback, was ich für meine Arbeit auch brauche. Für Fragen stehn alle Türen offen und ich frag auch reichlich…könnt ihr mir glauben
!
Auch meine Kollegen sind immer da, wenn man se braucht und helfen wo se können, was ich richtig gut finde. Also so, wie es auch bei auw war…alles paletti 